Gepostet von am Jul 18, 2014 in 2014 - Jahr des Entdeckens

Die Themen Schönheit und Mut und der wertvolle Austausch mit inspirierenden Menschen führt mich in meinem Fühldenken ins Thema Weiblichkeit. Meine Weiblichkeit. Bis gestern Morgen glaubte ich, die Verbindung zu meiner Weiblichkeit sei gestört, sie selbst sei sehr verletzt. Mein Herangehen war mal wieder blöd konditionert, denn ich ging davon aus, sie muss heilen. Dabei habe ich es so satt, mich (und andere) stets grundsätzlich als „nicht heil“, als „unheil“ zu betrachten. „Unheil“ sagt es doch am treffendsten. Es ist und bringt Unheil, davon auszugehen, ich oder etwas in mir müsse erst heilen. Dieser Ansatz geht davon aus, dass etwas negativ ist, es Schuldige, Opfer und Täter, es einen womöglich langen und schmerzhaften Heilungsprozess geben muss. Er geht davon aus, dass ich noch nicht so bin, wie ich sein will oder soll, dass erst noch etwas anderes geschehen muss, bevor ich oder die Dinge gut sind oder vielleicht nie sein werden.

Papperlapapp! Ich bin die, die ich bin. Die Dinge sind, was sie sind. Losgelöst von Wertung. Ich bin es, die mir und den Dingen einen Wert zuschreibt, durch mein Denken und Fühlen, die Erfahrungen, meine Art, mich und die Dinge zu betrachten. Alles ist immer so, wie es gut für mich ist, meint, dass ich mich damit wohlfühlen kann. Und wenn etwas nicht gut zu sein scheint, heißt es, Glaubenssätze, Blickwinkel und Herangehensweisen zu beleuchten, sich neu auszurichten, andere Lösungsansätze zu testen. Dazu brauche ich viel Herz und gesunden Menschenverstand, wachen Geist und einen guten Draht zu meiner Seele. All das habe ich. Also habe ich auch alles zur Hand, was ich brauche, um dieses Thema zu entknoten, meine Gefühldanken und meine Weiblichkeit wieder fließen zu lassen.

Es geht doch immer nur ums wieder fließen lassen. Sind wir in der Lage, fließen zu lassen, geschieht Heilung ganz von selbst. Ich sehe da immer wieder die Bilder von Staudämmen, Flussbegradigungen vor mir. Das sind Eingriffe des Menschens in natürliche Gegebenheiten. Kann Sinn machen, alles zu seiner Zeit im entsprechenden Maß. Doch ich entdecke in mir immer wieder, dass Dämme und manche Flussufer aus Beton sind, den natürlichen Fluss behindern, statt fördern. Beton in mir geht gar nicht. Es wird nichts mehr eingesperrt, künstlich zurückgehalten. Alles darf und soll natürlich fließen. Auch wenn das bedeutet, dass der Fluss mal über die Ufer tritt. Es wird seinen Sinn haben. Mit meinem Fluss fließen, anstatt mich irgendwo festhalten zu wollen oder etwas anstauen zu lassen. Das hat mir ausser schmerzhaften Erfahrungen noch nie viel gebracht. Also raus mit dem Beton und back to Nature! Zum Glück brauche ich kein großangelegtes, schwerlich finanziertes Renaturierungsprojekt, um das zu ändern. Es reicht ein tiefer, ehrlicher Blick auf die Dinge und den Mut, Entscheidungen zu treffen und die Bereitschaft, die Konsequenzen zu tragen. Was all das nun mit meiner Weiblichkeit zu tun hat oder welche Auswirkungen das hat? Darüber schreibe ich, sobald die Worte dafür fließen.

FreundimParadies

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