Gepostet von am Jul 17, 2014 in 2014 - Jahr des Entdeckens

Seit längerem begleiten mich die Themen Schönheit und Mut. Über die Defintionen beider Begriffe ließe sich lang philosophieren, doch darum geht es mir hier gerade nicht. Ich weiß, was beides für mich ist. Mit dem einen bin ich beschenkt, innen wie aussen, das andere gehört zu meinem Leben wie Atmen. Doch beides fühle ich nicht oder nur selten.

Ich fühle mich nicht schön. Ich mag das Gesicht, das mich im Spiegel anschaut, fast egal, wie es aussieht. Ich mag meinen Körper, der mit den Jahren immer mehr zu dem wurde, was meiner Definition von schön (und gesund) entspricht. Ich weiß mittlerweile, dass meine Ausstrahlung, also meine feinstofflichen Körper, angenehm sind. Mit jedem Tag werden sie bunter, harmonischer, friedlicher. Und doch fühle ich mich nicht schön. Ich bin es einfach. Es ist nicht mein Bestreben, schön zu sein. Ich möchte einfach die sein, die ich bin, möchte einfach SEIN.

Ich fühle mich selten mutig. Ich tue einfach, was mir gut tut, meiner Vorstellung eines guten, intensivem Lebens entspricht. Ich gehe meinen Weg, stosse dabei oft an meine Grenzen, teste sie neu aus, hinterfrage sie immer wieder und korrigiere sie oder lasse sie manchmal sogar fallen. Mal ziehe ich um, fange neu an. Manchmal steht mein eigenes Geschäft im Vordergrund, mal halte ich mich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Mal beende ich eine Beziehung, die sich nicht stimmig anfühlt oder distanziere mich von Menschen und Dingen, die mir für den Moment nicht gut tun. Ich gehe offen auf Menschen zu, trotz der Gefahr, verletzt zu werden. Letztens schnitt ich mir die langen Haare ab, weil der Zopf einfach zu alt war. Und doch fühle ich mich selten mutig. Ich bin es einfach. Es ist nicht mein Bestreben, mutig zu sein. Ich möchte einfach die sein, die ich bin, möchte einfach SEIN.

Einfach die SEIN, die ich bin, ist keine moderne 68er Lebensphilosophie, sondern der Ruf meiner Seele. Herauszufinden, wie das geht, noch dazu in einer Welt, die andere Werte zu vertreten scheint, ist für mich die Kunst zu leben. Lange habe ich mich gewunden, mich so zu bezeichnen, doch umfasst es alles Sein am besten: ich bin LebensKünstlerin.

Wenn nun dem Folgen meines Seelenrufes und das Finden von Wegen zu Sein in dieser Welt schön machen und mutig sind, dann ist es so. Es ist nicht meine Absicht. Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich es bin? Und vielleicht ist es wohl richtig zu sagen, dass ich mich schön und mutig fühle, es jedoch nicht für nötig erachte, es so zu benennen. Also denke ich kaum darüber nach. Mir ist es wie bei so vielem wichtig, es zu SEIN, statt (nur) darüber zu reden.

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Wer noch mehr über Mut und Schönheit lesen mag, klicke hier. Daniela hat dazu auch einiges zu sagen.
DANKE für den wertvollen, inspirierenden Austausch mit Dir!
DANKE Carina, für den Schnappschuss während eines wunderreichen Treffens!

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