Gepostet von am Mai 20, 2014 in 2014 - Jahr des Entdeckens

Die letzten Zeiten waren gut, sehr bewegt, voller Veränderung. Jedes Ereignis der letzten Wochen habe ich voller Leben gelebt, meist freudig oder schnell das Lernpotential entdeckend und nutzend, dankbar.
Und heute Morgen sitze ich an meinem Küchentisch. Die Morgensonne scheint voller Schönheit und mit leisem Ruf durch mein Fenster der neuen kleinen Wohnung. Die Vögel zwitschern geschäftig, der Kaffee dampft genussvoll vor sich hin. Und doch hängen meine Mundwinkel, der Kopf ist schwer, die Augen müde.
Die letzten Zeiten waren gut. Doch irgendwie auch hart. Oder bringen sie nur Härte, Erschöpfung zum Vorschein? Ich lese Zeilen von anderen, höre eigene Sätze in meinem Kopf, die aufmuntern, anheizen, zur Bewegung aufrufen, ermahnen, mein gefühltes Sein ist einzig meine Kreation. Nichts davon kann ich gerade nutzen, um mich zu bewegen, mich aus diesem Gefühl von Vakuum und Leere zu befreien. Nicht, weil ich nicht will. Einfach, weil ich nicht weiß, wohin. Und warum.
Dabei spüre ich mich so sehr in meiner Mitte. Ja, ich kann sogar beobachten, welche Gedanken und Gefühle von welcher „Seite“ kommen. Licht, Dunkel, Freude, Traurigkeit, Leichtigkeit, Schwere. Und ich sitze mittendrin. Mal beobachte ich dieses Treiben, mal treibe ich mich, mal kann ich mich nur treiben lassen.
Ich weiß so vieles nicht. Dinge, die ich wohl wissen sollte, denn sie betreffen mich. Dabei geht es um ganz Weltliches. Berufung, Arbeit, Geld verdienen, dienen und dabei und damit mein Sein leben. Privates.
Ich weiß so viel, könnte Bücher, Säle, Herzen füllen, mit dem, an was ich mich erinnert habe.
Doch gerade jetzt, in dieser Phase, weiß ich nichts. Und vielleicht ist das genau das, was ich gerade wissen muss.

Schneckenhaus

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