Gepostet von am Jul 11, 2016 in 2016 - Jahr des Aufblühens

Freiwillige Feuerwehr – Kameradschaft, die Leben retten kann

 

Ich werde immer wieder gefragt, wie man Gutes tun und seinem Dasein einen Sinn geben kann. Möglichkeiten gibt es unzählige, weshalb manche/r vielleicht auch gar nicht so recht weiß, welche nun die passende ist. Eine sehr bodenständige, sinnvolle, manchmal gar lebensrettende Möglichkeit ist die Mitarbeit bei der (Freiwilligen) Feuerwehr. Ich selbst bin seit kurzem aktives Mitglied und habe schon mit viel Freude eine Menge Zeit in die Ausbildung, Übungen und das Zusammensein mit den KameradInnen investiert.

Gerade komme ich von einem Einsatz, bei dem durch viel Umsicht, Schnelligkeit und Zusammenarbeit größerer Schaden verhindert werden konnte. Eine landwirtschaftliche Maschine hatte bei der Feldarbeit Feuer gefangen und konnte innerhalb kürzester Zeit gelöscht werden.

Es war der 3. Einsatz innerhalb von drei Wochen. Das ist ein Helfen, wie es mir mittlerweile am besten gefällt: ohne viel Geschwurbel, ohne Bekehren und Streben nach noch Höherem, sondern „einfaches“ Tun, genau dann, wenn Not am Mann ist.

 

Vereinsmeierei zum Spaß oder sinnvolle Organisation?

 

Wer mich kennt weiß, dass ich bisher kein Vereinsmensch war, doch der Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr war nach einigen Gesprächen mit KameradInnen nicht nur eine neue, bewusst gewählte Herausforderung, sondern ein inneres „GO!“. Hier geht es nicht nur um spaßiges Beisammensein oder Wichtigtuerei und Zeitvertreib. Hier geht es um Zusammenhalt und Miteinander gepaart mit Einsatzbereitschaft und Fachwissen. Jeder für jeden zum Wohle der Sache und vor allem der Menschen.

Die Finanzierung ist, vor allem für die Freiwilligen Feuerwehren, oftmals ein Krampf. Zum einen liegt es wohl daran, dass in so manchen Köpfen die Idee vorherrscht, die KameradInnen würden hauptsächlich ihren Durst, statt Feuer löschen und zum anderen, dass vielen Gemeinden (bzw. deren Vorständen) die Kosten zur Unterhaltung der Feuerwehr aufs Jahresbudget oder gar den Magen schlagen.

Ja, es kostet Geld, Fahrzeuge und Gerätschaften instand zu halten. Es kostet Geld, die Gerätehäuser, Ausrüstungen, Aus- und Weiterbildungen zu finanzieren. Doch mal ehrlich, wer ist im eintretenden Notfall nicht heilfroh (und verlangt es auch ganz selbstverständlich), dass schnell professionelle Hilfe anrückt, wenn Unfälle passieren, Brände gelöscht, Ölspuren beseitigt und ja, auch mal Katzen von Bäumen geholt werden müssen? Längst sind die Zeiten vorbei, da die Berufsfeuerwehren ausreichen, um vor allem auch die ländlichen Gebiete und städtischen Umfelder abzudecken. Deshalb ist es wichtig, die Freiwilligen Feuerwehren am Leben zu erhalten, in denen Menschen freiwillig und unentgeltlich ihre Zeit und Kraft einbringen.

 

Jede/r Einzelne kann etwas tun

 

Mein erster Gedanke zu Beginn diesen Jahres war, passiv dabei zu sein und wenigstens durch den Mitgliedschaftsbeitrag finanziell zu unterstützen. Kleinvieh macht halt auch Mist. Dass ich nun wie heute am Strahlrohr stehe, Schläuche aus- und einrolle, KameradInnen zur Hand gehe, so gut ich eben kann, war nicht geplant, doch eine meiner besten Entscheidungen.
Selbst wenn Ihr nicht aktiv dabei sein wollt oder könnt, erkundigt Euch doch mal bei den Feuerwehren vor Ort, ob und wie Ihr helfen könnt. „Gutes tun, statt darüber reden.“ ist eben oftmals leichter als gedacht. Vielleicht sehen wir uns mal in Uniform und mögen wir dann doch lieber den Durst zu löschen haben.

Danke an alle KameradInnen, die täglich ihre Kraft und ihr Herzblut investieren und an alle, die uns dabei unterstützen!

 

160711_FW-Einsatz

Freiwillige Feuerwehren Ebersbach, Neunkirchen a.Br. und Dormitz beim Löscheinsatz

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