Gepostet von am Sep 13, 2017 in 2017 - Jahr des Entfaltens

So viele Menschen fragen nach dem Sinn des Lebens oder suchen danach. Viele von ihnen sind regelrecht verzweifelt oder deprimiert, weil sie ihn nicht finden. So war ich auch einmal. Bis heute, denn dank einer Erleuchtung weiß ich nun, was der Sinn des Lebens ist.

 

Der Sinn des eigenen Lebens

 

Das kennt Ihr sicher auch: es gibt so Momente oder Phasen im Leben, da will man es für sich einfach wissen: „Was ist der Sinn meines Lebens?“ Meistens stellen wir uns diese Frage nicht in einer Laune purer Freude, sondern sind traurig, desorientiert, demotiviert und mancher gar schon depressiver Stimmung.

Mal davon abgesehen, dass es eh schon schwer ist, in solch Gemüts- und Geisteszuständen überhaupt klare Gedanken zu fassen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dann auf so eine tiefgreifende Frage eine Antwort zu bekommen. Als mich heute Morgen die Erleuchtung wie ein Blitz traf, war ich in keiner dieser Stimmungen.

 

Die Erleuchtung schlug ein wie ein Blitz

 

Ich erwachte heute Morgen ziemlich gerädert. Die Nacht war intensiv an Verarbeitung und Träumen und ich lag zwischendrin an die zwei Stunden wach. Doch in mir war Entschlossenheit den Tag anzugehen und trotz wahrscheinlicher Müdigkeit gut zu gestalten. Alles war sozusagen „gut“. Bis mich die Nachricht eines Freundes erreichte.

Ich schätze diesen Menschen sehr, denn er gehört für mich zu den Mutigen dieser Welt. Blöd ist, dass er das selber nicht weiß oder glauben will. Naja, jeder und alles hat seine Zeit. Heute schrieb er mir jedoch recht lapidar, dass sein Leben eben einfach keinen Sinn macht. Aber sonst passe alles schon. Und da traf mich der Blitz der Erkenntnis.

 

Was ist denn nun der Sinn des Lebens?

 

Ich stutzte, als ich seine Nachricht las, fragte ihn ernsthaft, ob er damit nicht einmal zum Arzt gehen wolle und was schon Sinn mache. Dann traf es mich wie ein Schlag: Das Leben hat keinen Sinn! Jedenfalls nicht den, den wir als Individuen in ihm vermuten oder so verzweifelt suchen.

Das Leben hat keinen tieferen Sinn als sich, das Leben selbst!

Was macht uns Menschen als Individuum im Grunde aus? Genau das Gleiche wie ein Tier, eine Blume oder einen Baum. Wir werden geboren, um zu leben und zu sterben. Wir werden geboren um zu atmen, zu wachsen, zu gedeihen und zu verderben und eben das zu sein, was wir sind.
Das und nur das allein ist der Sinn des Lebens, unseres Daseins.

 

Der kleine Unterschied und die richtigen Fragen

 

Doch sind wir keine Tiere, Blumen oder Bäume. Also was macht den kleinen Unterschied aus, den unsere Spezies so anders macht? Es ist vielleicht „nur“ die Wahl, dass wir dieses Leben gestalten können. Ein Baum kann nicht umziehen oder Bilder malen, heiraten oder sich in der Art, seine Kinder und Mitmenschen zu beeinflussen, verewigen.

Wir Menschen können all das. Und hier kommt vielleicht der wahrhafte Knackpunkt unserer fast schon kollektiven Depression. Wir stellen uns die falschen Fragen. Wir sollten uns nicht fragen, welchen Sinn das Leben macht, sondern was wir aus ihm machen. Wir sollten uns fragen, was wir und wie wir es tun können, dass uns unser Leben Freude bereitet und wir eine Bereicherung für unsere Mitmenschen sind. Wir sollten uns fragen, ob wir, wenn morgen unser letzter Tag auf Erden wäre, unser Abschied ein friedlicher sein würde, ob wir alles getan haben, was wir wollten oder besser getan hätten.

 

Es geht nicht um Sinn, sondern um Qualität

 

All das sollten wir uns fragen, anstatt destruktiv immer wieder darauf herumzukauen, warum wir geboren wurden, welchen Sinn unser Dasein hat. Wir sind geboren worden. Punkt. Da gibt es kein großes „… um zu…“ als Antwort. Lasst uns doch lieber konstruktiv schauen, was wir mit jedem einzelnen Tag anfangen können, damit wir am Ende unseres Lebens sagen können: „Hey, das hat sich alle Mal gelohnt, für mich und andere.“

Und an all jene, die sich in Dauerschleife nach ihrem Sinn fragen und sich (bewusst oder unbewusst), in der Abwärtsspirale befinden: Atmet bewusst. Lasst Euch helfen. Sprecht mit Freunden, Ärzten, Therapeuten. Geht nicht an Eurer Leidenswilligkeit zugrunde. Es liegt in der Natur des Menschen, füreinander da zu sein, sich zu unterstützen und auch in Euerm Umfeld gibt es Menschen, die Euch die Hand reichen.

Tut Ihr all das nicht, ist es auch ok. Zu atmen und irgendwann damit aufzuhören, ist der Sinn des Lebens. Belasst Ihr alles beim Alten hat Euer Leben nicht mehr oder weniger Sinn, jedoch wird seine Qualität eine ganz andere sein, als es möglich gewesen wäre.

 

Photo: johnhain | pixabay.com

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